Wissen für Ihre Entscheidung
Markisen-Größe planen: Breite, Ausfall und Schattenverlauf bestimmen
Eine Markise beschattet nicht einfach ein Rechteck unter ihrem Tuch. Sonnenhöhe, Himmelsrichtung, Ausfall und Neigung verschieben den Schatten im Tages- und Jahresverlauf.

Beobachten Sie die Sonne am realen Ort
Fotografieren Sie die Terrasse oder den Balkon morgens, mittags und am späten Nachmittag. Notieren Sie die Uhrzeit und den Bereich, der beschattet werden soll. Westsonne steht oft tiefer und kann unter eine waagerecht wirkende Markise scheinen. Südsonne verlangt einen anderen Ausfall.
Markieren Sie Sitzgruppe, Türen und Fenster. Möchten Sie nur den Tisch beschatten oder auch die dahinterliegende Verglasung? Das Umweltbundesamt empfiehlt außenliegenden Sonnenschutz, damit Sonnenenergie möglichst vor dem Fenster abgehalten wird.
Über eine kostenfreie und unverbindliche Markisenanfrage wählen Sie den Einsatzort und geben die gewünschte Bauart oder „Noch nicht sicher“ an. Sonnenfotos und Maßskizze halten Sie für das anschließende Gespräch bereit.
Das Umweltbundesamt empfiehlt außenliegenden Sonnenschutz, damit Sonnenenergie möglichst vor dem Fenster abgehalten wird. Für die Markisengröße ist damit eine zusätzliche Zielfläche benannt: die tatsächlich zur betreffenden Zeit besonnte Verglasung. Der Schatten am Terrassentisch und die Beschattung des Fensters sind nicht allein deshalb identisch, weil beides unter derselben Fassade liegt. Eine für den Tisch passende Position kann eine andere Glasfläche betreffen als eine gezielt vor dem Fenster geplante Beschattung. Aus einer nominalen Tuchfläche folgt deshalb kein bestimmter Temperaturabfall im Innenraum. Nutzung, Fensterlage und tatsächlicher Sonnenverlauf bleiben eigene Bedingungen. Die Empfehlung des UBA ist ein Grundsatz zur Begrenzung des Wärmeeintrags, keine Ertragsrechnung für eine bestimmte Markise und keine pauschale Kühlgarantie für das dahinterliegende Zimmer.
Verstehen Sie Breite und Ausfall
Die Breite verläuft entlang der Fassade. Der Ausfall beschreibt, wie weit die Markise ausgefahren nach vorn reicht. Beide Maße bestimmen Tuchfläche, Gewicht und Windangriffsfläche. Ein größerer Ausfall ist nicht nur mehr Stoff, sondern verändert die Beanspruchung von Armen und Befestigung.
Fragen Sie, ob die angegebene Breite das Gesamtmaß mit Kassette oder nur die Tuchbreite bezeichnet. Lassen Sie die Position der Konsolen einzeichnen. Fallrohre, Außenleuchten und Fensterlaibungen können die Montage beeinflussen.
Bei Pergolamarkisen kommen Stützenabstände und Führungsschienen hinzu. Die freie Durchgangsbreite sollte bestätigt werden. Bei Senkrechtmarkisen sind Fensterbreite, Führung und Revisionszugang entscheidend.
Die aktuelle weinor-Übersicht nennt für das Modell Kubata sieben Meter maximale Breite bei bis zu drei Metern Ausfall und 6,5 Meter Breite bei bis zu vier Metern Ausfall. Das sind zwei zugeordnete Größenkombinationen. Aus den jeweils größeren Einzelzahlen entsteht keine nachgewiesene Ausführung von sieben mal vier Metern. Für einen ausdrücklich erfundenen Wunsch von 6,8 Metern Breite und 3,8 Metern Ausfall würde es deshalb nicht genügen, nur festzustellen, dass jede Zahl für sich unter einem der veröffentlichten Maxima liegt. Die gewünschte Kombination ist damit noch nicht belegt. Maßgeblich bleibt die vom Fachbetrieb für das konkrete Produkt bestätigte Ausführung. Das Herstellerbeispiel ist keine allgemeine Größenregel für andere Markisen und ersetzt keine Prüfung des Einbauorts.
Im Kubata-Datenblatt, Ausgabe April 2026, ist der Motorantrieb serienmäßig aufgeführt. Der optionale Kurbelantrieb wird dagegen mit höchstens 600 Zentimetern Breite und 350 Zentimetern Ausfall bezeichnet. Die allgemeinen Modellmaxima bestätigen deshalb nicht automatisch jede gewünschte Bedienvariante. Bei einem frei erfundenen Wunsch von 6,2 Metern Breite und 3,2 Metern Ausfall liegt bereits die Breite oberhalb der dort für die Kurbel genannten Grenze. Das Datenblatt belegt für diese Kombination also nicht allein deshalb eine Kurbeloption, weil die Markise unter einer anderen allgemeinen Breitenangabe bleibt. Wenn die manuelle Bedienung zu Ihren festen Anforderungen gehört, muss die angebotene Kombination aus Größe und Ausführung diese Anforderung ausdrücklich erfüllen. Die maßgeblichen Größenbedingungen bleiben an die angebotene Bedienvariante gebunden.
Ein weiteres ausdrücklich erfundenes Maßbeispiel verwendet einen fünf Meter breiten Rahmen und ein darin mittig angeordnetes, 4,60 Meter breites Tuch. Damit entfallen rechnerisch auf jede Seite 20 Zentimeter Rahmenbreite außerhalb des Tuchs. Eine ebenfalls mittig angeordnete Sitzgruppe von 4,80 Metern Breite wäre schon in einer idealisierten Ansicht ohne seitliche Sonnenverschiebung zehn Zentimeter je Seite breiter als das Tuch. Die nominellen fünf Meter Rahmenbreite würden diese Rechnung verdecken. Die Werte sind keinem tatsächlichen Markisenmodell entnommen und ergeben keine allgemeine Randzugabe. Sie verdeutlichen, warum Gesamtmaß, Tuchmaß und zu beschattende Nutzungsbreite auf derselben Zeichnung voneinander unterschieden werden müssen. Sobald seitlich einfallende Sonne betrachtet wird, reicht selbst diese vereinfachte Überdeckung für den gewünschten Schattennachweis nicht aus.
Stimmen Sie Montagehöhe und Neigung ab
Montagehöhe und Neigungswinkel bestimmen Durchgangshöhe und Wasserablauf. Eine niedrige Vorderkante kann den Weg behindern. Eine zu geringe Neigung kann bei Regen zu Wasseransammlungen beitragen. Der Fachbetrieb stellt die Geometrie für Produkt und Einbauort ein.
Zeichnen Sie geöffnete Terrassen- oder Balkontüren ein. Sie dürfen nicht am Tuch oder Ausfallprofil anschlagen. Denken Sie auch an hohe Möbel, Heizstrahler und Grill. Offenes Feuer und starke Wärmequellen brauchen sicheren Abstand nach Herstellerangaben.
Die DIN EN 13561 umfasst Leistungs- und Sicherheitsanforderungen für Markisen. Lassen Sie im Angebot Abmessungen, Windklasse und Einbau so verbinden, dass die geplante Größe vom System abgedeckt ist.
Für die Kubata nennt das bezeichnete Datenblatt einschließlich Standardkonsole einen Kassettenquerschnitt von 21 mal 20,5 Zentimetern mit 20,5 Zentimetern Höhe. Ein solcher Gehäusewert beschreibt einen anderen Gegenstand als die spätere Durchgangshöhe an der ausgefahrenen Vorderkante. Liegt in einer ausdrücklich erfundenen Skizze die Oberkante des so bezeichneten Gehäuses bei 2,80 Metern, beträgt die rechnerische Unterkante bei senkrecht angesetzter Gehäusehöhe 2,595 Meter. Das ist nur diese Maßsubtraktion. Sie enthält keine Aussage zum Verlauf von Armen, Tuch oder Ausfallprofil und keine Montagefreigabe. Die Bezugslinie einer eingetragenen Anbringungshöhe entscheidet, welche Bauteilhöhe daraus überhaupt errechnet werden kann. Der Gehäusewert und die Höhe unter der ausgefahrenen Anlage müssen deshalb getrennt bezeichnet werden.
Im eigenen idealisierten Schnittmodell fällt die Tuchlinie auf drei Metern waagerechter Länge um einen halben Meter. Ihr rechnerischer Neigungswinkel beträgt damit rund 9,46 Grad. Wird die waagerechte Länge bei genau dieser Neigung auf vier Meter vergrößert, beträgt der Höhenunterschied zwei Drittel eines Meters. Bei unverändert drei Metern Ausgangshöhe läge die neue Vorderkante somit nur noch rund 2,33 statt 2,50 Meter hoch. Soll die Vorderkante dagegen auch bei vier Metern Länge bei 2,50 Metern bleiben, müsste sich im Modell der Winkel auf rund 7,13 Grad ändern. Mehr Länge, gleicher Winkel und gleiche Vorderkantenhöhe lassen sich bei derselben Ausgangshöhe also nicht gleichzeitig festhalten. Die Rechnung ist keine zulässige Produkteinstellung; sie zeigt, welche Größen sich in der Skizze gegenseitig beeinflussen.
Die Kubata-Gebrauchsanleitung, Version 13 vom 9. September 2026, ordnet die Anlage als Sonnenschutz ein und untersagt die Nutzung bei Regen, Schnee oder Frost. Ein größerer Ausfall ändert diese Zweckbestimmung nicht. Auch ein geometrisch möglicher Wasserablauf ist deshalb keine Regenfreigabe. Wer zusätzlich einen bei Regen nutzbaren Bereich benötigt, muss diese Anforderung einem dafür geeigneten, konkret bestätigten System zuordnen lassen. Die reine Vergrößerung der Sonnenschutzmarkise beantwortet diese andere Nutzungsfrage nicht. Damit wird auch verständlich, weshalb die Skizze einer geneigten Fläche und die tatsächlichen Nutzungsbedingungen getrennt zu lesen sind: Eine Zeichnung zeigt Maße; die Produktanleitung legt fest, wofür die angebotene Anlage verwendet werden darf.
Planen Sie seitliche und tiefe Sonne
Ein normaler Ausfall kann mittags gut funktionieren und am Abend wenig helfen. Prüfen Sie einen absenkbaren Volant oder seitlichen Screen, wenn tiefe Sonne das Hauptproblem ist. Diese Bauteile erhöhen Windangriffsfläche und müssen zur Markise passen.
Auf Balkonen kann die darüberliegende Decke bereits viel Mittagssonne abhalten. Eine kleine Senkrecht- oder Klemmmarkise löst dann womöglich das eigentliche Problem besser als ein großer Ausfall. Bei Mietobjekten ist die Zustimmung des Eigentümers vor einer sichtbaren Montage zu klären.
Große Bäume und Nachbargebäude verändern den Schatten saisonal. Planen Sie nicht ausschließlich nach einem einzigen sonnigen Foto. Der Fachbetrieb kann den Verlauf anhand von Ausrichtung und Geometrie einordnen.
Die Gelenkarm-Übersicht beschreibt einen ausfahrbaren VarioShade-Volant als mögliche Ergänzung des Sortiments. Das einzelne Kubata-Datenblatt weist diesen Volant jedoch als nicht möglich aus. Ein allgemeiner Zubehörtext ist damit keine Zusage für jede Markise desselben Herstellers. Wenn gerade die tief stehende Sonne am abendlichen Sitzplatz die Auswahl bestimmt, betrifft diese Unterscheidung die ganze Produktentscheidung. Eine größere waagerechte Tuchfläche und ein nach unten wirksamer Behang sind verschiedene Lösungsansätze. Sie können ein anderes geeignetes Modell oder eine gesondert passend geplante Beschattung vergleichen lassen; die Kombination muss dabei zum gewählten Modell passen. Ein Zubehör aus einer anderen Modellzeile darf nicht stillschweigend zum vorhandenen Wunschmodell hinzugerechnet werden. Ebenso wenig beweist die fehlende Volantoption für sich, dass ein bestimmter Sitzplatz mit diesem Modell niemals ausreichend beschattet werden könnte.
Prüfen Sie den Befestigungsgrund vor der Größenentscheidung
Je größer die Markise, desto höher können die Kräfte an den Konsolen sein. Fassade, Wärmedämmung, Mauerwerk und Befestigung müssen zusammen betrachtet werden. Eine breite Markise kann technisch eine andere Konsolenanzahl oder sogar eine freistehende Lösung verlangen.
Lassen Sie den tatsächlichen Untergrund prüfen. Putz oder Fassadenplatte sind nicht der tragende Kern. Bei einem Wärmedämmverbundsystem braucht es eine dafür geplante Befestigung und Abdichtung. Bohrungen dürfen nicht ohne Kenntnis verdeckter Leitungen erfolgen.
Wenn der Untergrund ungeklärt ist, sollte die endgültige Größe nicht allein aus dem Katalog gewählt werden. Vereinbaren Sie eine Bestandsöffnung oder andere Untersuchung, falls nötig.
Der öffentliche Einführungsbeitrag zu DIN EN 13561:2015-08 beschreibt Leistungsanforderungen für außen an Gebäuden und anderen Anlagen befestigte Markisen. Er grenzt zugleich ab, dass das Bauteil, an dem eine Pergolamarkise befestigt ist, nicht behandelt wird. Eine Nennung dieser Produktnorm beantwortet damit nicht automatisch die Eignung der vorhandenen Wand oder des tragenden Anschlussbauteils. Gerade wenn eine größere Markise erwogen wird, müssen angebotene Produktgröße und tatsächliche Einbausituation zusammenpassen. Ein im Datenblatt möglicher Ausfall ist keine aus dem Normtitel ableitbare Freigabe für den vorhandenen Untergrund. Die fachliche Bestätigung des vorhandenen Befestigungsgrunds bleibt deshalb eine eigene Grundlage der Größenentscheidung. Der Normverweis allein liefert weder die konkreten Anschlussmaße noch den Nachweis, dass die gewünschte Anlage am betrachteten Ort in dieser Ausführung montiert werden kann.
Der ergänzende Ratgeber Markise befestigen behandelt die Zuordnung von Untergrund, Konsolen und Montage. Die dortige Prüfung bleibt auch bei einer geometrisch passenden Wunschgröße erforderlich.
Bauen Sie eine Maß- und Nutzungsübersicht
| Prüffeld | Ihre Angabe | Fachlich zu bestätigen |
|---|---|---|
| Schattenfläche | Sitzplatz/Fenster | Verlauf bei typischen Zeiten |
| Breite | grobe Wunschbreite | Gesamt- und Tuchmaß |
| Ausfall | gewünschte Tiefe | Systemgrenze und Schatten |
| Montagehöhe | vorhandene Fassade | Durchgang und Konsolenlage |
| Neigung | Nutzungswunsch | Einstellung und Wasserablauf |
| Hindernisse | Türen, Leuchten, Rinne | freier Bewegungsraum |
| Untergrund | soweit bekannt | tragfähige Befestigung |
Nutzen Sie Ihre Maße als Briefing, nicht als Bestellung. Der Betrieb sollte vor Fertigung die Lage der Markise und die tatsächlichen Maße schriftlich bestätigen.
Stimmen Sie die Größe auf Tuch und Gestell ab
Mehr Breite oder Ausfall lässt sich nicht unabhängig vom Markisenmodell wählen. Die weinor-Produktübersicht weist deshalb Breite und Ausfall für einzelne Modelle und Kombinationen getrennt aus. Tuchgewicht, Gelenkarme, Kassette, Neigung und Befestigung bilden ein System. Lassen Sie sich für die angebotene Größe die zulässige Ausführung und Windklasse nennen. Eine kleinere Markise desselben Namens kann andere Grenzen haben als die großformatige Variante.
Bei sehr breiten Flächen können gekoppelte Systeme oder zusätzliche Stützen sinnvoll werden. Prüfen Sie dann die Fuge zwischen den Tüchern und die Lage der Konsolen. Eine Pergolamarkise benötigt vordere Stützen und geeignete Fundamente, hält das Tuch aber anders als frei auskragende Arme. Die nutzbare Fläche unter der Anlage verändert sich dadurch.
Berücksichtigen Sie auch das Tuchbild. Streifen, Nähte und Rapport wirken auf einer großen Fläche anders als im kleinen Muster. Entscheidend bleibt zuerst der vollständige Schatten am Sitzplatz; Gestaltung folgt innerhalb der technisch passenden Varianten.
Die Kubata-Gebrauchsanleitung v13 nennt inzwischen Windwiderstandsklasse 1 und erklärt die geänderte Zertifizierung gegenüber der früheren Klasse 2 mit veränderten Prüfbedingungen. Zugleich bleibt die dort erläuterte maximale Einsatzempfehlung bis Windstärke 5 nach Beaufort bestehen. Klassenzahl und Beaufortangabe sind also keine frei austauschbaren Bezeichnungen. Ein älteres Angebot mit einer anderen Klassenzahl lässt sich ohne Dokumentzuordnung nicht als stabiler oder schwächer bewerten. Für die gewünschte Größe sind die gültigen Herstellerbedingungen und die konkrete Einbausituation maßgeblich. Eine allgemeine Wettervorhersage oder die Ausstattung mit einem Sensor liefert außerdem keinen vollständigen Schutz vor jeder plötzlich auftretenden Böe.
Zwei getrennte Anlagen ergeben eine andere Geometrie als eine einzige breite Markise. In einem frei erfundenen Beispiel stehen zwei jeweils drei Meter breite Gesamtgehäuse mit fünf Zentimetern Abstand nebeneinander. Die äußere Gesamtspanne beträgt dann 6,05 Meter. Sie ist keine 6,05 Meter breite ununterbrochene Tuchfläche; Zwischenraum und jeweils zum Produkt gehörende Randbereiche bleiben gesondert zu betrachten. Die Kubata-Gebrauchsanleitung weist bei Reihenanlagen mit geringem Abstand darauf hin, dass Endkappen durch windbedingtes Ausschwingen der Ausfallprofile aneinanderschlagen können. Die fünf Zentimeter des Rechenbeispiels sind daher keine Abstandsempfehlung oder Montagefreigabe. Eine Aufteilung kann die mögliche Gesamtspanne verändern, löst aber weder die Fugenfrage noch die Bewegungsräume automatisch.
Die Gegenüberstellung der Markisenarten unterstützt die Bauartwahl, wenn die gewünschte Größen- und Schattenkombination nicht zum bisherigen Wunschmodell passt.
Beispiel: Der Tisch steht abends wieder in der Sonne
Auf einer Westterrasse sitzt die Familie vor allem nach der Arbeit. Mittags liegt der Tisch im Schatten des Hauses; erst später wird es am Sitzplatz unangenehm hell. Eine große horizontale Tuchfläche allein könnte an diesem Problem vorbeigehen. Lassen Sie den Betrieb die tief einfallende Sonne für die gewünschte Sitzposition darstellen.
Vergleichen Sie anschließend einen anderen Tischstandort, einen passenden absenkbaren Volant und gegebenenfalls eine seitliche Beschattung. Beziehen Sie Aussicht und Zugang in die Wahl ein. Ein tiefer Behang kann die Sonne abschirmen, verändert aber zugleich den Blick in den Garten. Entscheidend ist, welche Kombination zur tatsächlichen Nutzungszeit passt. Dokumentieren Sie deshalb bei Sonnenfotos neben der Uhrzeit auch das Datum; ein Septemberbild beschreibt eine andere Situation als ein Bild im Hochsommer.
Tuchausdehnung und tatsächlichen Schatten im Modell vergleichen
Ein eigenes stark vereinfachtes Gedankenmodell zeigt den Unterschied. Eine gerade, ideal lichtundurchlässige Tuchlinie beginnt an einer Wand in drei Metern Höhe und endet drei Meter waagerecht davor in 2,50 Metern Höhe. Der Boden ist eben; seitliche Kanten, Tuchdurchlässigkeit und andere Hindernisse werden nicht betrachtet. Die Sonne steht in dieser gedachten Schnittebene vor der Terrasse und scheint in Richtung Wand. Diese Angaben beschreiben keine Bestellung und keinen tatsächlichen Sonnenstand zu einer bestimmten Uhrzeit. Sie legen nur fest, welche Geometrie gerechnet wird. Schon in diesem Modell ist die waagerechte Ausdehnung von drei Metern nicht automatisch eine drei Meter tiefe beschattete Bodenfläche. Die von der Vorderkante kommende Schattengrenze hängt zusätzlich von deren Höhe und vom angesetzten Sonnenwinkel ab.
Bei einem für das Modell frei vorgegebenen Sonnenhöhenwinkel von 60 Grad beträgt die waagerechte Verschiebung des Strahls von der 2,50 Meter hohen Vorderkante bis zum Boden rund 1,44 Meter in Richtung Wand. Das ergibt sich aus 2,50 geteilt durch den Tangens von 60 Grad. Die äußere Bodenschattengrenze liegt unter diesen Annahmen nur noch rund 1,56 Meter vor der Wand: drei Meter minus 1,44 Meter. Wird stattdessen ein Sonnenhöhenwinkel von 30 Grad vorgegeben, beträgt die Verschiebung rund 4,33 Meter. Die betrachtete Vorderkantengrenze läge dann rechnerisch hinter der Wandlinie; im positiven Terrassenabschnitt dieses zweidimensionalen Modells bleibt damit kein Bodenschatten durch das angenommene Tuch. Ein längeres Tuch und die Betrachtung eines anderen Sonnenwinkels sind folglich verschiedene Änderungen der Ausgangslage.
Für die Nutzung ist außerdem wichtig, auf welcher Höhe der Schatten benötigt wird. Bei derselben 60-Grad-Annahme liegt die gedachte Tischplatte 80 Zentimeter über dem ebenen Boden. Zwischen Vorderkante und Tischhöhe verbleiben dann 1,70 Meter statt 2,50 Meter. Die Verschiebung bis zu dieser Ebene beträgt rund 0,98 Meter; ihre äußere Schattengrenze liegt bei rund 2,02 Metern vor der Wand. Die Bodengrenze von 1,56 Metern und die Tischgrenze von 2,02 Metern gehören also zum selben erfundenen Modell, aber zu verschiedenen Höhen. Daraus folgt noch keine vollständige Beschattung einer sitzenden Person. Kopf, Oberkörper und Tisch sind keine einzige Ebene. Für die wirkliche Ausführung müssen seitliche Sonne, tatsächliche Tuchlage und räumliche Nutzung zusammen dargestellt werden; die Beispielzahlen sind keine Aufmaß- oder Bestellwerte.
Im bereits beschriebenen idealen 60-Grad-Modell reicht der Schatten auf der 80 Zentimeter hohen Tischebene bis rund 2,02 Meter vor die Wand. Liegt eine gedachte Tischplatte in dieser Schnittebene von 1,60 bis 2,60 Metern vor der Wand, sind von ihrer einen Meter tiefen Ausdehnung nur rund 42 Zentimeter innerhalb des berechneten Tuchschattens. Rund 58 Zentimeter liegen jenseits der äußeren Grenze. Ein bloßer Mittelpunktvergleich würde den Nutzungsfall deshalb unvollständig beschreiben. Auch diese Rechnung bleibt auf das ausdrücklich vereinfachte Modell beschränkt; sie enthält keine seitliche Beschattung und keine tatsächliche Sonnenzeit. Die nutzbare Tiefe folgt aus der Überdeckung des ganzen betrachteten Bereichs, nicht allein daraus, dass ein Teil der Fläche unter der gedachten Vorderkante liegt.
Ein ergänzendes, rein fiktives Modell betrachtet eine waagerechte, ideal lichtundurchlässige Rechteckfläche von vier Metern Breite und drei Metern Tiefe in 2,50 Metern Höhe. Bei 45 Grad Sonnenhöhe und einer in der Draufsicht um 30 Grad von der Fassadensenkrechten nach rechts abweichenden Sonnenrichtung verschiebt sich der Bodenschatten insgesamt 2,50 Meter: davon 1,25 Meter seitlich nach links und rund 2,17 Meter zur Wand. Die vordere Bodenschattengrenze liegt dadurch nur rund 83 Zentimeter vor der Wand. Auf einer Linie 50 Zentimeter vor der Wand liegt der vier Meter breite Schatten deshalb seitlich versetzt. Von einer zwei Meter breiten, zur Tuchmitte zentrierten Zielfläche werden dort nur 1,75 Meter Breite überdeckt; rechts bleiben 25 Zentimeter außerhalb. Diese Rechnung betrachtet eine andere, ausdrücklich ideale Geometrie als das geneigte Schnittmodell. Sie zeigt einen zusätzlichen Mechanismus: Seitliche Sonne verschiebt den Schatten quer zur Fassade, selbst wenn Tuchbreite und Zielbreite für sich ausreichen. Daraus folgt keine Montage- oder Produkteinstellung.
Häufige Fragen
Ist die angegebene Gesamtbreite auch die Tuchbreite?
Das darf nicht ungeprüft gleichgesetzt werden. Gesamtmaß, Tuchmaß und benötigte Schattenbreite müssen getrennt und für dasselbe konkrete Produkt dargestellt sein.
Beschatten drei Meter Ausdehnung automatisch drei Meter Boden?
Nein. Im ausdrücklich vereinfachten Modell hängt die äußere Schattengrenze zusätzlich von der Vorderkantenhöhe und dem Sonnenhöhenwinkel ab. Tisch und Boden können dabei unterschiedliche Schattengrenzen haben.
Kann ein größerer Ausfall bei gleicher Neigung die Vorderkante absenken?
Ja, im beschriebenen geraden Schnittmodell wächst bei gleicher Neigung und gleicher Ausgangshöhe der Höhenunterschied mit der waagerechten Länge. Die Rechnung ist keine zulässige Produkteinstellung oder Montagefreigabe.
Macht die größere Kubata einen Sitzplatz regentauglich?
Die zitierte Kubata-Gebrauchsanleitung v13 ordnet die Anlage als Sonnenschutz ein und untersagt Regen-, Schnee- und Frostnutzung. Mehr Ausfall hebt diese produktbezogene Nutzungsgrenze nicht auf.
Prüfen Sie eine Alltagsszene vor der Freigabe
Setzen Sie die geplante Tischgruppe in die Zeichnung. Öffnen Sie gedanklich alle Türen, fahren Sie die Markise aus und verfolgen Sie den Schatten um 16 Uhr. Prüfen Sie, ob die Vorderkante genug Kopfhöhe lässt und ob Regen kontrolliert ablaufen kann.
Auf der Anfrageseite für Markisen stellen Sie das Vorhaben kostenfrei und unverbindlich ein. Bringen Sie Fotos und Schattenziel in das Gespräch ein, damit Breite und Ausfall aus der Nutzung abgeleitet werden.
Quellen und weiterführende Informationen
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