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Bestehende BU prüfen: Passt der Vertrag noch zu Beruf und Einkommen?

Ein alter BU-Vertrag kann wertvolle Rechte enthalten. Bevor Sie ihn ändern oder ersetzen, sollten Sie Bedarf und Vertragsstand sauber nebeneinanderlegen.

KI-generiertes Symbolbild: Unbesetzter Arbeitsplatz am Fenster mit Schreibtisch, leerem Notizbuch, Brille, Mappen und Schreibtischlampe.
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Sichern Sie zuerst den aktuellen Stand

Sammeln Sie Versicherungsschein, Nachträge, Bedingungen, letzte Beitragsmitteilung und frühere Änderungsbestätigungen. Notieren Sie versicherte Monatsrente, Endalter, Beitrag und mögliche Ausschlüsse. Trennen Sie garantierte Werte von Überschüssen. Ein Werbeblatt aus dem Abschlussjahr ist keine verlässliche Zusammenfassung des heutigen Vertrags.

Prüfen Sie, ob Dynamikerhöhungen angenommen oder mehrfach abgelehnt wurden. Die aktuelle Rente kann deutlich vom Ausgangswert abweichen. Auch eine frühere Beitragsfreistellung oder Reduzierung kann Rechte verändert haben. Verlassen Sie sich nicht auf Ihre Erinnerung, sondern auf die letzte bestätigte Fassung.

Bewahren Sie Originalunterlagen, bevor Sie eine Änderung anstoßen. Bei langen Verträgen ist der dokumentierte Altstand wichtig, um Folgen eines Vorschlags beurteilen zu können.

Vergleichen Sie Rente und heutigen Bedarf

Erstellen Sie eine aktuelle Haushaltsrechnung. Welche Kosten würden bei längerem Einkommensausfall weiterlaufen? Denken Sie an Wohnen, Familie, Krankenversicherung, Kredite und Altersvorsorge. Stellen Sie sichere andere Einnahmen gegenüber. Die Differenz ist der Ausgangspunkt für eine Bedarfsspanne.

Wenn Sie eine Prüfung Ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung anfragen, wählen Sie im Formular das passende Anliegen und geben Postleitzahl sowie Kontaktdaten an. Vertragsunterlagen und Haushaltsrechnung behalten Sie für die anschließende persönliche Abstimmung.

Eine zu geringe Rente verlangt nicht automatisch einen Neuabschluss. Prüfen Sie zuerst vorhandene Nachversicherungsrechte und Dynamik. Ein höherer Bedarf kann eventuell innerhalb des bestehenden Vertrags berücksichtigt werden. Ob das möglich und sinnvoll ist, hängt von den Bedingungen und Ihrer Situation ab.

Aktualisieren Sie Ihr Berufsbild

Vergleichen Sie die Tätigkeit beim Abschluss mit Ihrem heutigen Arbeitsalltag. Haben sich körperliche Anteile, Verantwortung, Arbeitszeit oder Selbstständigkeit verändert? Für einen möglichen Leistungsfall ist die konkrete berufliche Tätigkeit bedeutsam. § 172 VVG stellt auf den zuletzt ausgeübten Beruf in seiner tatsächlichen Ausgestaltung ab.

Eine Änderung muss nicht automatisch gemeldet werden. Prüfen Sie die vertraglichen Pflichten und lassen Sie sich erklären, ob eine Aktualisierung Vorteile oder neue Prüfungen auslösen würde. Geben Sie keine neue Gesundheitserklärung ab, ohne Anlass und Folgen zu verstehen.

Bei einem Wechsel in einen weniger riskanten Beruf kann eine günstigere Einstufung denkbar sein. Ob der Versicherer eine solche Überprüfung anbietet und welche Rechte dabei berührt werden, ergibt sich aus dem Vertrag und dem konkreten Verfahren.

Lesen Sie die wichtigen Klauseln erneut

Prüfen Sie Leistungsdefinition, Prognosezeitraum, Verweisung, rückwirkende Leistung, Dynamik und Nachversicherung. Achten Sie auf individuelle Ausschlüsse und Zusatzvereinbarungen. Ein älterer Vertrag kann an manchen Stellen schwächer, an anderen aber wertvoll sein, weil er auf einem früheren Gesundheitszustand beruht.

Vergleichen Sie nicht nur alte und neue Produktnamen. Stellen Sie Klausel gegen Klausel. Bei einer vorgeschlagenen Umstellung innerhalb des Vertrags sollten Sie schriftlich erhalten, was bestehen bleibt und was neu gefasst wird. Ein niedrigerer Beitrag kann mit geringerer Rente, kürzerer Laufzeit oder weniger Leistung verbunden sein.

Gehen Sie mit Beitragsproblemen abgestuft um

Wenn der Beitrag zu hoch geworden ist, fragen Sie nach mehreren Varianten. Möglich sein können eine geringere Rente, eine veränderte Dynamik, die Herausnahme eines Zusatzbausteins oder eine Beitragsfreistellung. Lassen Sie für jede Variante die verbleibende Leistung und die Folgen für spätere Erhöhungen darstellen.

Eine Kündigung beendet den Schutz. Für einen neuen Antrag sind die gestellten Risikofragen erneut anhand ihres Wortlauts zu beantworten. Die Pflicht zur Beantwortung bekannter gefahrerheblicher Umstände auf Fragen in Textform regelt § 19 VVG. Ein neuer Vertrag kann andere Annahmebedingungen haben. Kündigen Sie deshalb nicht aufgrund eines unverbindlichen Vergleichsergebnisses. Ein Ersatz sollte erst verbindlich geprüft und angenommen sein.

Prüfen Sie Änderungen an drei konkreten Szenarien

Beurteilen Sie eine vorgeschlagene Änderung nicht nur im Normalfall. Spielen Sie zuerst durch, was bei einer längeren psychischen Erkrankung, einer Erkrankung des Bewegungsapparats und einer Einschränkung nach einem Berufswechsel gelten würde. Es geht nicht darum, eine Krankheit vorherzusagen. Die Beispiele zwingen dazu, Ausschlüsse, Berufsdefinition und Leistungsprüfung an verständlichen Situationen zu lesen. Markieren Sie jeweils, welche Klausel die Antwort liefert.

Stellen Sie danach Altvertrag und Änderung in einer Wirkungstabelle gegenüber. In die Zeilen gehören Monatsrente, Endalter, versicherte Tätigkeit, individuelle Ausschlüsse, Tarif- und Zahlbeitrag, Nachversicherung und Dynamik. In die Spalten schreiben Sie nicht nur “besser” oder “schlechter”, sondern den konkreten Unterschied. So wird etwa sichtbar, ob eine Beitragssenkung durch ein früheres Endalter erkauft wird oder ob lediglich ein entbehrlicher Zusatzbaustein entfällt.

Fordern Sie für jede Änderung eine schriftliche Berechnung des Zustands danach an. Dazu gehört auch, ob künftig noch erhöht werden kann und ob eine erneute Gesundheits- oder Risikoprüfung ausgelöst wird. Wenn der bestehende Vertrag geteilt, ergänzt oder teilweise ersetzt werden soll, betrachten Sie anschließend das Zusammenspiel beider Verträge. Zwei Policen können sinnvoll sein, machen Meldung und Leistungsantrag aber nicht automatisch einfacher.

Klären Sie schließlich den Übergang: Was passiert, wenn Sie das neue Angebot nicht annehmen oder die Änderung nicht zustande kommt? Der unveränderte Altvertrag sollte nicht versehentlich gekündigt, reduziert oder durch eine neue Erklärung belastet werden. Erst wenn Ausgangslage, Zielzustand und Übergang schriftlich nachvollziehbar sind, ist die Entscheidung reif.

Dokumentieren Sie die Entscheidung

Schreiben Sie am Ende auf, warum der Vertrag unverändert bleibt oder geändert werden soll. Nennen Sie Bedarf, Rente, Laufzeit, wichtigste Klauseln und den Beitrag. Halten Sie offene Punkte fest. So können Sie eine spätere Prüfung auf denselben Stand beziehen.

Nehmen Sie ein konkretes Änderungsangebot in die Entscheidung auf. Wenn beispielsweise eine monatliche Rente gesenkt werden soll, lassen Sie sich bestätigen, ab wann die niedrigere Rente gilt und ob eine spätere Rückkehr zur bisherigen Höhe vorgesehen ist. Eine bloße Aussage, man könne später wieder aufstocken, beantwortet weder Fristen noch Prüfungsanforderungen. Dasselbe gilt, wenn ein Zusatzbaustein entfällt: Fragen Sie nach den Folgen für die verbleibende Absicherung und ihren Beitrag.

Über die kostenfreie und unverbindliche Anfrage zur BU können Sie eine Vertragsprüfung oder einen Vergleich anstoßen. Im folgenden Gespräch lassen sich die vorhandenen Rechte und mögliche Alternativen anhand Ihrer Unterlagen klären.

Quellen und weiterführende Informationen

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